Kursangebot
Asbestsachkundelehrgang nach TRGS 519 Anlage 4 A
Typisch für Asbest ist die leichte Spaltbarkeit in der Längsachse. Asbest war in Bremsbelägen, Kupplungen, Elektrogeräten, Maschinen und technischen Anlagen, Heizungen und vor allem als Baustoff in sehr vielen Gebäuden. Bis zum Jahr 1980 wurde Asbest aufgrund seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeit in mehr als 3.000 verschiedenen Produkten eingesetzt. Von Mitte der 1960er bis Ende der 1970er erreichten die Asbestimporte der BRD durchschnittlich 170.000 Tonnen pro Jahr (in der DDR bis zu 70.000 Tonnen pro Jahr). Durch immer mehr Herstellungs- und Verwendungsverbote seit Ende der 1970er Jahre und den Ersatz von Asbest, ist dessen Verbrauch in der BRD bis Anfang der 1990er Jahre auf null abgefallen.
Bei der Bearbeitung von Asbestzementprodukten können bei unsachgemäßem Vorgehen große Fasermengen freigesetzt werden. Kritisch sind Arbeitsverfahren, bei denen Asbestzement zerstört (zerbrochen, zerschlagen) oder mechanisch bearbeitet wird (bohren, sägen schleifen, fräsen) oder bei denen Abrieb entsteht (Dampfstrahlen). Dass Asbest gesundheitsschädliche Eigenschaften hat, wurde schon Ende des 19. Jh. festgestellt. Vor rund 60 Jahren erkannte man den Zusammenhang mit der Entstehung von Lungenkrebs und Tumorerkrankungen des Rippfells. Erste Schutzvorschriften zum Umgang mit Asbest wurden in den 70er Jahren veröffentlicht. Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten, ein EU-weites vollständiges Verbot wurde allerdings erst 2005 ausgesprochen.
Lehrgangsziel ist das Erkennen und Bewerten von Asbestprodukten.
Der Lehrgang beinhaltet: ASI-Arbeiten an Asbestzementprodukten und Arbeiten geringen Umfangs an schwach gebundenen Asbestprodukten im Rahmen von Dienstleistungsarbeiten in und an Gebäuden sowie deren Gerätetechnik inkl. Schornsteinfegertätigkeiten.












Bei den Kursen in Neumünster wird am 3. Tag (meist Montag Vormittag) die schriftliche Prüfiung abgelegt.